“Was vorher schon Grütze war, wird sich auch als App nicht besser verkaufen”, bringt Richard Gutjahr, Moderator beim Bayerischen Rundfunk und seit einem Jahr regelmäßiger Blogger, den journalistischen Anspruch im Workshop “Wunderwaffe App – neue Chance für Paid Content?” bayerisch-deftig auf den Punkt. Und Susanne Baumer vom Fraunhofer Institut “Einrichtung für Systeme der Kommunikationstechnik”, kurz ESK, legt den Finger noch tiefer in die Wunde: Das Problem verschärfe sich im “App”-Zeitalter gar noch, weil die Nutzer für guten Content längst auch eine schicke, zeitgemäße und vor allem mit Nutzwerten gespickte Präsentationsschicht erwarten.
Keine Chance also für Einzelkämpfer aus dem Heer der freien Journalisten? Ganz einig werden sich Podium und Diskussionsteilnehmer in dem von Johann Crasemann (DJV NRW) moderierten Forum nicht. Denn einerseits gibt es längst Anbieter von Frameworklösungen, welche die Erstellung einfacher Apps auch für Nichtprogrammierer in den Bereich des Möglichen rücken. Andererseits ist die Landschaft der Tablets schon heute sehr heterogen. “Rund zwanzig verschiedene Systemumgebungen…”, zählt Susanne Baumer auf, für die man eigentlich jeweils spezifische Apps entwickeln müsste, will mann die komplette Klaviatur der sensorischen Möglichkeiten der mobilen Devices bedienen.
Einfach auf den Punkt gebracht: Eine Anwendung für alle Devices ist einfach zu machen – und langweilig. Eine angepasste Applikation für jedes verfügbare Gerät ist spannend zu nutzen – und kostspielig… -mann









